Kachelofen

Der Kachelofen gehört als mit Kacheln verkleideter Grundofen zur Gruppe der Zeitbrandöfen. Sie werden zur Wärmeerzeugung seit dem 14. Jahrhundert eingesetzt und sind die älteste Art der Heizung in Europa. Ein Kachelofen wird vor Ort handwerklich errichtet, er besteht aus einem Feuerraum und nachgeschalteten keramischen Heizgaszügen.

Die im Abbrand entstehende Wärme aus dem Feuerraum und den Heizgaszügen wird durch den gesamten Ofenraum geleitet und dabei im Schamottestein gespeichert. Kachelöfen geben, wie alle Formen der Grundöfen, die akkumulierte Wärme nach und nach als Strahlungswärme ab. Die Nachheizzeit nach dem Auflegen des Brennstoffes liegt je nach Bauweise bei bis zu 24 Stunden. Als Dauerheizung kann man einen Kachelofen an der Wand oder frei im Raum stehend bauen, sollen mehrere Räume beheizt werden, wird er möglichst zentral errichtet und auch durch die vorhandenen Wände hindurch eingebaut.